Unverschämte Farben

Ernst Ludwig Kirchner gehört zweifellos zu meinen Lieblingskünstlern. Keiner vor ihm hat mit solcher Chuzpe Farben aufgetragen. Im Englischen spricht man von „bold colors“, wobei man „bold“ am besten mit „kühn“ übersetzen könnte, wenn „kühn“ nicht so ein vorgestriges Wort wäre. Jüngere denken doch nur noch dass das was mit der Firma zu tun hat, die Essig herstellt …

Ich würde „bold“ hier mit frech übersetzen, oder sogar mit unverschämt. Unverschämt im besten Sinne: das Fehlen von Scham.

Als ELK das Bild „Mädchen auf blühender Wiese“ malte, und man muss sich das mal vor Augen halten, dass das über 100 Jahre her ist, war zwar Nacktheit in der Kunst kein Tabu mehr, aber Blau und Grün auf Körper und Gesicht? Was bildet der sich denn ein?

In unserem Zusammenhang könnte man auch von „schreienden“ Farben sprechen, und damit einen Bogen zum Akustikbild schlagen: mit schreienden Farben schreiende Menschen (und andere Geräusche) abdämpfen. Das geht! Mit Kirchners schreiendem Motiv auf unseren Akustikabsorbern >>>

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